Pflegestärkungsgesetz II

Was Sie über den Ent­las­tungs­be­trag wis­sen soll­ten

  • Ab 2017 kann jede pfle­ge­be­dürf­ti­ge Per­son mit einem aner­kann­ten Pfle­ge­grad von 1 bis 5 den Ent­las­tungs­be­trag in Anspruch neh­men.
  • Der Ent­las­tungs­be­trag von 125 Euro ist für jeden Pfle­ge­be­dürf­ti­gen gleich hoch, unab­hän­gig davon, in wel­chem Pfle­ge­grad er ein­ge­stuft ist.
  • Der Ent­las­tungs­be­trag ist eine Sach­leis­tung.
  • Der Ent­las­tungs­bei­trag muss bean­tragt wer­den und wird nicht pau­schal bzw. auto­ma­tisch an den Pfle­ge­be­dürf­ti­gen aus­be­zahlt. Das bedeu­tet, dass das Betreuungsgeld/die Betreu­ungs­leis­tun­gen zweck­ge­bun­den ist (Kos­ten­er­stat­tungs­an­spruch).
  • Der Antrag muss NICHT VOR Inan­spruch­nah­me der Leis­tun­gen gestellt wer­den. Es reicht, wenn der Antrag mit den Rech­nun­gen ein­ge­reicht wird.
  • Die Abrech­nung erfolgt nach tat­säch­lich erbrach­ten Leis­tun­gen.
  • Sie kön­nen bei Ihrer Pfle­ge­ver­si­che­rung nach­fra­gen, wie hoch noch Ihr ver­füg­ba­res Bud­get für den Ent­las­tungs­be­trag ist.
  • Als Nach­weis die­nen die Abrechnungen/Quittungen/Belege.
  • Kos­ten, wel­che die Ent­las­tungs­leis­tun­gen über­schrei­ten, müs­sen selbst getra­gen wer­den.
  • Im Nor­mal­fall ist der Ent­las­tungs­be­trag ein Kos­ten­er­stat­tungs­be­trag. Das heißt, Sie gehen in Vor­leis­tung und beglei­chen die Rech­nung. Danach rei­chen Sie die­se bei der Pfle­ge­ver­si­che­rung ein.
  • Der Betreuungsdienst/Pflegedienst kann auch direkt mit der Pfle­ge­kas­se abrech­nen. Dazu muss eine Abtre­tungs­er­klä­rung aus­ge­füllt wer­den. Vor­teil: Sie müs­sen nicht mehr mit den Kos­ten in Vor­leis­tung gehen.
  • Mein Tipp: Las­sen Sie sich immer die Rech­nun­gen geben, so dass Sie genau wis­sen, wie­viel Leis­tun­gen Sie bereits ver­braucht haben. Außer­dem soll­ten Sie prü­fen, ob kor­rekt abge­rech­net wur­de. Mehr über die Vor- und Nach­tei­le einer Abtre­tungs­er­klä­rung lesen Sie bit­te hier

 

Was sind Ange­bo­te zur Unter­stüt­zung im All­tag

Die Betreu­ungs­an­ge­bo­te kön­nen sehr viel­fäl­tig sein und sol­len auch die Ange­hö­ri­gen ent­las­ten.

Hier eini­ge Bei­spie­le

  • Bera­tung und Schu­lung von pfle­gen­den Ange­hö­ri­gen
  • Stun­den­wei­se Betreu­ung von Demenz­kran­ken
  • Pfle­gen von sozia­len Kon­tak­ten
  • Betreu­ung von Pfle­ge­be­dürf­ti­gen in der eige­nen Häus­lich­keit
  • Fami­li­en ent­las­ten­de und unter­stüt­zen­de Dienst­leis­tun­gen wie z. B. Besuch des Fried­hofs, eines Zoos oder Kon­zerts, öffent­li­chen Ver­an­stal­tun­gen, Aus­flü­gen
  • Ent­las­tung der Fami­lie bei Behör­den­gän­gen, Arzt­be­su­chen,
  • Unter­stüt­zung im Haus­halt und bei der haus­wirt­schaft­li­chen Ver­sor­gung (haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen)
  • Unter­stüt­zung bei der Ein­kaufs­pla­nung und beim Ein­kau­fen
  • Indi­vi­du­el­le Hil­fe für Orga­ni­sa­ti­on und Bewäl­ti­gung des All­tags
  • Beauf­sich­ti­gung bei Sturz­ge­fahr
  • Beschäf­ti­gungs­the­ra­pie mit Ergo­the­ra­peu­ten
  • Ent­span­nungs­the­ra­pi­en, För­de­rung der Moto­rik
  • Betreu­ter Urlaub. betreu­te Rei­sen und Unter­neh­mun­gen
  • Gedächt­nis­trai­ning, Tan­zen, Gym­nas­tik
  • För­de­rung von Hob­bies und Beschäf­ti­gun­gen
  • Musik­the­ra­pie­an­lei­tung
  • Sitz­wa­chen
  • Lesen von Büchern, Zei­tun­gen usw.

http://www.pflegestaerkungsgesetz.de/die-pflegestaerkungsgesetze/

 

Nut­zen Sie die zusätz­li­chen Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten, die wir Ihnen bei der Pfle­ge und Betreu­ung Ihres Ange­hö­ri­gen bie­ten kön­nen:

Wir bera­ten Sie ger­ne unver­bind­lich.